Liebe Leserinnen und Leser,
er war ein Mensch, der es immer ganz
genau wissen wollte. Er...
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So 03.05.2026 10:00 Uhr
Gottesdienst in Langenwolmsdorf
So 03.05.2026 10:00 Uhr
Konfirmation in Neustadt
So 03.05.2026 15:00 Uhr
Berggottesdienst in am Neuen Wildenstein
Mo 04.05.2026 14:00 Uhr
Christenlehre Klasse 1-2 in Stolpen
Mo 04.05.2026 15:30 Uhr
Christenlehre Klasse 3-4 in Stolpen
Mo 04.05.2026 17:00 Uhr
Christenlehre Klasse 5-6 in Stolpen
Di 05.05.2026 13:00 Uhr
Christenlehre Klasse 1-2 in Langenwolmsdorf
Di 05.05.2026 13:00 Uhr
Christenlehre Klasse 1-2 in Langenwolmsdorf
Di 05.05.2026 14:30 Uhr
Christenlehre Klasse 3-4 in Langenwolmsdorf
Di 05.05.2026 15:45 Uhr
Christenlehre Klasse 5-6 in Langenwolmsdorf
Di 05.05.2026 19:00 Uhr
Bibelkreis in Rennersdorf
Mi 06.05.2026 17:00 Uhr
Konfi-Treff Kl. 7 in Langenwolmsdorf
Do 07.05.2026 14:00 Uhr
Seniorenkreis in Langenwolmsdorf
Fr 08.05.2026 18:30 Uhr
Themenabend in Langenwolmsdorf
Sa 09.05.2026 18:00 Uhr
Gottesdienst in Rueckersdorf
So 10.05.2026 10:00 Uhr
Schatzinsel – Familien-Mitmach-Gottesdienst in Helmsdorf
Liebe Leserinnen und Leser,
er war ein Mensch, der es immer ganz
genau wissen wollte. Er gab sich nicht
einfach mit dem ab, was alle sagten. Er
forschte nach. Er wollte Beweise. Kennen
Sie Menschen wie ihn? Sind sie vielleicht
selbst einer davon? Mir ist das erst einmal
sympathisch. Ich stelle ihn mir als einen
Menschen mit Tiefgang vor, keinesfalls
oberflächlich. Thomas gehörte zum
engsten Kreis um Jesus. Da waren ganz
verschiedene Typen versammelt. Einer,
der immer sofort das Wort ergriff (Petrus).
Andere, die sich Gedanken um ihre
Stellung in der Hierarchie machen
(Jakobus und Johannes). Und eben auch
er, der Tiefgänger, der Selberdenker, der
Nicht-so-einfach-Glaubende. Die Tradition
hat ihm den wenig rühmlichen Beinahmen
„der Zweifler“ gegeben. Oder auch: der
ungläubige Thomas. Ich denke, er war
eher einer, der es genau wissen wollte.
Am Karfreitag war Jesus auf schändliche
Weise verurteilt und hingerichtet worden.
Unter seinen Anhängern war Trauer und
Verzweiflung. Aber dann kam der
Ostermorgen. Der auferstandene Jesus
begegnet vielen von ihnen, auch dem
innersten Kreis, den elf Aposteln. Nur
Thomas war nicht dabei. Er hört die
anderen berichten: „Wir haben den Herrn
gesehen!“, so sagen sie zu ihm. Aber er, der
Tiefgänger, der Alles-ganz-genau-wissen-
Wollende antwortete nur: „Wenn ich nicht
seine Wunden sehe, kann ich es nicht
glauben.“ Und dabei bleibt er, mögen die
anderen doch von ihren Erfahrungen
erzählen. Respekt. Das muss man erst mal
draufhaben: Wenn alle A sagen, bleib ich
bei B.
Acht Tage später begegnet der
auferstandene Jesus auch ihm und geht
auf ihn ein: „Nun sieh mich doch an,
Thomas! Und fühle meine Wunden! Und
sei nicht länger ungläubig, sondern komm
zum Glauben!“ Für Thomas ist das ein
Wendepunkt. Und ohne genauer zu
prüfen, spricht er zu Jesus ein Bekenntnis:
„Mein Herr und mein Gott.“ Thomas
kommt zum Glauben an den auferstandenen
Jesus, weil er ihn gesehen hat.
Aber Jesus sagt zu ihm (und zu uns:)
“Glückselig sind die, die mich nicht
sehen und trotzdem glauben.“
( Johannes 20,28 - Monatsspruch April)
Nichtsehen und trotzdem glauben, das ist
nicht einfach. Aber genau das ist unsere
Situation. Wir sehen den auferstandenen
Jesus nicht, manchmal zweifeln wir vielleicht
an seiner Macht. Aber er ist trotzdem
da. Er begegnet uns, wenn auch eher
indirekt. In seinem Wort. In der Gemeinschaft
von Schwestern und Brüdern, die
sich in seinem Namen versammeln. In Brot
und Wein, den Zeichen seiner Gegen-wart.
Lassen Sie sich ganz herzlich einladen zu
unseren Gottesdiensten zu Ostern!
Es grüßt Sie auch im Namen aller Kirchvorsteher
und Mitarbeiter
Pfr. Tom Seidel.